Julia Hölscher
Biography
Geboren 1978 in Stuttgart, studierte Julia Hölscher zunächst Gesang, anschließend Regie an der Theaterakademie Hamburg. 2007 wurde sie beim 4. Körber Studio Junge Regie als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Von 2009 bis 2013 war sie Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden und von 2015 bis 2020 am Theater Basel, wo sie u. a. Kleist "Das Käthchen von Heilbronn", "Fabian" von Erich Kästner, "Liliom" von Franz Molnar, Mozarts "Zauberflöte", Kleists "Amphitryon", Hillings/Claudels "Mittagswende" und Dorothee Elmingers Roman "Schlafgänger" in Szene setzte. Weitere Arbeiten entstanden u.a. am Schauspiel Hannover, Schauspiel Frankfurt, am Jungen Theater Taschkent in Usbekistan, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theater Freiburg. Sie inszeniert seit 2013 auch im Musiktheater. 2018 war sie mit ihrer Frankfurter Inszenierung "Das hässliche Universum" von Laura Naumann zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin eingeladen. 2019 bis 2021 war sie Hausregisseurin am Residenztheater in München. Im April 2022 inszenierte sie BLANK von Alice Birch am Deutschen SchauSpielHaus in Hamburg, es folgten u.a. "Don Karlos" am Staatstheater Kassel, mit dem sie auf der Shortlist des THEATERTREFFEN 2026 erwähnt wurde.
Julia Hölscher arbeitet auch regelmäßig als Hörspielregisseurin für Deutschlandfunk Kultur. u. a. Laura Naumanns "Die Enthauptung", " Wolfsstunde" und " Das hässliche Universum". Seit vielen Jahren ist sie feste Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, des Weiteren unterrichtete sie u.s. an der HFMTK Frankfurt Mein, Hochschule der Künste in Bern.
Hölschers Inszenierungen zeichnen sich durch poetische Dichte und große Musikalität aus. In der Arbeit geht es ihr auch immer um Ensemblegeist, Körperarbeit und offene Prozesse.