Das kleine Gespenst

Landestheater Großes Haus

von Otfried Preußler
Ab 6 Jahren

Einführung / Kurzbeschreibung

von Otfried Preußler

Schlag Mitternacht erwacht das kleine Gespenst – Geisterstunde! Mit seinem besten Freund, dem Uhu Schuhu, spukt es durch die Burg Eulenberg und das Städtchen Eulenstein. Sein größter Wunsch ist es, die Welt einmal bei Tageslicht zu sehen, doch nach der Geisterstunde fällt es immer wieder in tiefen Schlaf und wacht erst in der nächsten Nacht wieder auf. Als das kleine Gespenst eines Morgens wie durch Zauberhand erwacht und am helllichten Tag durch das Städtchen spukt, beginnt ein großes Abenteuer für die Kinder der Stadt und das kleine Gespenst. Die erwachsenen Eulenstädter sind empört über das unbekannte Wesen, wo doch jetzt ein großes Jubiläumsfest zur Befreiung der Stadt von dem schwedischen Belagerer Torstenson ansteht! Aber die Kinder und der Uhu Schuhu helfen dem Gespenst und finden die Wahrheit über Ritter Torstensons Geheimnis heraus.

Der große Kinderbuchautor Otfried Preußler hat mit „Das kleine Gespenst“ eine hinreißende Geschichte über einen abenteuerlustigen Geist geschrieben, der eine ganze kleine Stadt in Aufruhr versetzt. Mit Humor, stimmungsvollen Bildern und viel Theaterfantasie erzählt die Regisseurin Asli Kişlal, dass es den Mut und die Klugheit der Kinder braucht, um die geheimnisvolle Geschichte um General Torstenson ans Tageslicht und das kleine Gespenst wieder zurück in den Mondschein zu bringen.

Workshops der Theatervermittlung

Schnupperworkshop Sa 06.11.21
Familienworkshop PLUS Sa 11.12.21

Mehr Infos

Pressestimmen


„Zauberhaft die Bühne von Johannes Weckl, cool und klug Eike Onyambu und Laura Laufenberg als Günther und Jutta, komisch Sven Kaschte.”


„Dem kleinen Gespenst (umwerfend akrobatisch: Bagher Ahmadi) kann keiner widerstehen.”
NÖN


„Ein Theaterstück für die Kleinen, das auch den Großen sehr viel Freude macht!”
KRONENZEITUNG

Interview mit der Regisseurin

Was ist das Tolle an der Geschichte vom kleinen Gespenst?
Ein kindliches Gespenst hat den großen Wunsch, nicht mehr nachts allein herumzuspuken, sondern bei Tageslicht unter Menschen zu sein. Aber wenn sich ein Wunsch erfüllt, muss man manchmal erst lernen, mit neuen Situationen umzugehen. Sonst kann man mit einem erfüllten Wunsch sehr unglücklich sein. Auf dem Weg dahin lernt das Gespenst auch, das zu schätzen, was es schon hatte.
Du hast die Kinder mehr ins Zentrum gerückt. Warum?
Ich finde es spannend, die Geschichte mit den Augen der Kinder zu erzählen – ihre Freundschaft, ihren Zusammenhalt, ihre Fantasien und ihren Mut in den Mittelpunkt zu rücken. Sie nennen die Dinge beim Namen, sie sind offen für neue Erfahrungen, sie schweifen nicht ab. Sie sehen das Gespenst nicht als Feind, sondern als ein Wesen, das Hilfe braucht. All diese Qualitäten machen die Kinder auch zu den „Retter*innen“ der Stadt und des Gespensts!
Solange das kleine Gespenst in der Nacht aktiv ist, ist es weiß, sobald es bei Tageslicht auftaucht, wird es schwarz. Wie gehst du mit der problematischen Zuschreibung – „weißes Gespenst ist gut“, „schwarzes Gespenst ist schlecht“ – um?
Das Schwarz-Weiß-Denken haben viele von uns Erwachsenen ja stark verinnerlicht. Viel Böses, Ungutes, Falsches nennen wir schwarz: Schwarzfahren, ein schwarzer Tag etc., und umgekehrt steht die Farbe Weiß für Unschuld, Sauberkeit, für das Liebenswerte. Was passiert aber, wenn wir diese Eigenschaften von dem Äußerlichen trennen? Dieser Herausforderung, festgefahrene Sichtweisen zu durchbrechen, wollen wir uns stellen.
Niederösterreich ist voller Burgen. Hast du dich beim Schreiben der Fassung inspirieren lassen?
Oh ja, diese Fassung entstand auf der Burg Plankenstein, in der Nähe des Pielachtals.
Das Gespenst kann fliegen. Der Uhu kann fliegen. Wie macht ihr das auf der Bühne?
Mit viel Fantasie ;)
Asli Kişlal ist Regisseurin und Schauspielerin. Sie wurde in Ankara geboren und lebt seit 1990 in Wien, wo sie 1995 den Preis für die „Beste Jugendtheatergruppe Österreichs“ erhielt. Sie spielte viele Jahre im Ensemble des Theaterhauses Stuttgart. Regieengagements führten sie u.a. ans Staatstheater Mainz und ans Landestheater Linz. 2004 gründete sie den Theaterverein daskunst, 2013 das diverCITYLAB – eine Mischung aus Schauspielerschule und Kunstverein zur Förderung junger postmigrantischer Theaterkünstler*innen.

Details und Tickets

  1. Landestheater Großes Haus

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