Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Landestheater Großes Haus

nach Thomas Mann

Einführung / Kurzbeschreibung

nach Thomas Mann

„Es ist ein allgemeines, menschliches Bedürfnis, sich täu­schen zu lassen“, schreibt Felix Krull in seinen „Memoiren“. Diese Erkenntnis, dass fast überall nur der Schein gilt, nicht das Wesen, macht sich Thomas Manns charmantester Held geschickt zunutze. Nach dem Bankrott und Selbst­mord seines Vaters reist er nach Paris, um dort als Liftboy in einem Luxushotel sein Geld zu verdienen. Aber es finden sich noch andere Einnahmequellen. Sein erstes Diebesgut ist ein Schmuckkästchen, das ihm den Lebensstil der Schö­nen und Reichen ermöglicht. Sofort beherrscht er die Klavi­atur der feinen Unterschiede und er bewegt sich sicher auf jedem Parkett. Alles, was die Menschen in ihm sehen wol­len, kann er verkörpern. Als ihn der von Enterbung bedroh­te Marquis de Venosta bittet, unter seinem Namen eine Reise anzutreten, scheint einem glanzvollen Leben in höchsten gesellschaftlichen Kreisen nichts mehr im Wege zu stehen ...

Mit der ihm eigenen Ironie schildert Thomas Mann zu Beginn des krisenreichen 20. Jahrhunderts seine „Helden des Zeitalters“, die am Widerspruch von äußerer Geltung und innerer Einsamkeit leiden. Der Schelmenroman gilt bis heute als das erfolgreichste Werk des Nobelpreisträgers und wurde vielfach verfilmt. Regisseur Felix Hafner nimmt die Geschichte des smarten Kriminellen und hinreißenden Phantasten zum Anlass, um die Frage „Will die Welt betrogen werden?“ neu zu stellen.

Pressestimmen

Da wird gelogen und betrogen, dass sich die Tische biegen, da wird tachiniert und spekuliert, am Tisch getanzt und im Lift geflirtet.

Fazit: Eine goldglitzernde Karriere zwischen Sein und Schein.
NÖN

Denn dieser Krull ist (im schwarz-glitzernden Artistentrikot) ein echtes Chamäleon, eine gute Mischung aus Freddie Mercury und den „Sebastians unter uns“. Ein Popstar, der nur spielen will.

Artner ist ein wunderbarer Krull, ein Strippenzieher des Absurden, ein Meister der Groteske. (…) Ein gewohnt präziser Michael Scherff, ein sehr vieldeutiger Tilman Rose, eine auch burschikose Laura Laufenberg und eine exzellente Nanette Waidmann schlüpfen in diverse Rollen. Die Jünger sind dem Krull verfallen.
KURIER

Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ als launiges Intrigenspiel.

Gute Laune stellt sich da leicht ein.
WIENER ZEITUNG

Die Ironie, die Thomas Mann in seinen Roman legte, übersetzt Regisseur Felix Hafner geglückt in entsprechende Bilder.
ORF

Hafners Inszenierung ist so gescheit wie gewitzt. (…) Mit wie wenig Schnickschnack man doch hervorragendes Theater machen kann!

Tobias Artner ist brillant als aalglatter Verführer, sein Krull ist ein Gaukler, ein Illusionist, ein Schelm, der sich mit Ehrgeiz und Selbstdisziplin, das muss man ihm lassen, in die Höhe pusht. Mit einer auch körpersprachlichen Geschmeidigkeit steigt er auf, dass es einem den Atem nimmt. Sein Charme und Charisma und die bestätigende, einschmeichelnde Rede sind seine effektivsten Waffen. Seine Tür- und Toröffner. Artner, mit diesem spitzbübischen Unschuldsgesicht, kann alles sein, was sein Gegenüber will, wie seine Figur Felix Krull ist er ein famoser Schauspieler. (…) auf der Bühne schlüpfen als Gefolgsleute Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff und Nanette Waidmann in die verschiedensten Rollen, die Hafner sich aus dem üppigen Personal des Buches entliehen hat. (…) Die fantastischen Vier machen aus jeder Figur eine Type, aus jedem Auftritt ein Kabinettstück, sie sind Artners clowneske Mit- und Gegenspieler.
MOTTINGERS MEINUNG

  1. Letzte Vorstellung Landestheater Großes Haus

    Stückeinführung um 18.30|

    Ausverkauft

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