Mother Song

Theaterwerkstatt

von Mokhallad Rasem

Uraufführung

Koproduktion von Toneelhuis Antwerpen, den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Landestheater Niederösterreich

Einführung / Kurzbeschreibung

von Mokhallad Rasem

Uraufführung

Koproduktion von Toneelhuis Antwerpen, den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Landestheater Niederösterreich

Der Nahe Osten ist ein Pulverfass. Die Zivilbevölkerung erfährt in einigen Ländern größtes Leid. „Mother Song“ betrachtet die Folgen der Kriege aus der Perspektive der Frauen. Zur Recherche ist der irakische Regisseur Mokhallad Rasem vor Probenbeginn mehrere Wochen in Krisengebiete gereist und hat dort mit Frauen gesprochen, die buchstäblich alles verloren haben, Kinder, Ehemänner, Lebensgrundlagen. Seine Reise führte ihn von Bagdad ins syrische Damaskus, nach Aleppo und in Flüchtlingslager an der Grenze des Libanon. Mokhallad Rasem hat die Frauen an Gräber begleitet, ihre zerbombten Häuser gesehen, ihr Leben im Lager und ihre Trauerrituale kennengelernt. Seine Aufzeichnungen sowie Textstellen aus antiken Dramen wie Euripides’ „Die Troerinnen“ und Aischylos’ „Sieben gegen Theben“ bilden die Ausgangsbasis für seine bildstarke Theaterarbeit mit einem vielseitigen und internationalen Frauenensemble.

„Mother Song“ entsteht als Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich, des Toneelhuis Antwerpen und der Vereinigten Bühnen Bozen. Die Schauspielerinnen Hanna Binder und Bettina Kerl aus dem Ensemble des Landestheaters Niederösterreich treffen auf die Südtiroler Film- und Theaterschauspielerin Anna Unterberger, die syrische Sängerin Sally Ghannoum und die türkischbritischstämmige Tänzerin Tijen Lawton. Mokhallad Rasem, Hausregisseur am Toneelhuis Antwerpen und Gewinner des Young Directors Award der Salzburger Festspiele 2013, entwickelt mit den Bühnenkünstlerinnen einen ungewöhnlich sinnlichen Theaterabend über Verlust und Trauer, und die Hoffnung, die dennoch bleibt.

TRAILER

 

PRESSESTIMMEN

"Bewegend, aufwühlend, intensiv - das war die Premiere von "Mother Song"" Bezirksblätter Niederösterreich

"Die Zuschauer werden Zeugen archaisch wirkender, sehr langsam ablaufender Rituale allmählicher Enttraumatisierung. Ein Anflug von Trost: Nach dem Überleben wächst wieder Hoffnung. Fazit: Die äußerst beklemmende Konfrontation mit den Grauen des Krieges." NÖN

"Die syrische Sängerin Sally Ghannoum singt kräftig und zart, betörend wechseln Musik und akustische Drohgebärden." DER STANDARD 

""Mother Song", Mokhallad Rasems semi-dokumentarisches Stück über Mütter in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens, problematisiert gleich zum Einstieg die Repräsentation von kriegerischer (und sexualisierter) Gewalt in unterschiedlichen Medien, in unterschiedlichen historischen Kontexten. "Mother Song" besteht zu großen Teilen aus erschütternden Berichten von Müttern (Rasem, in Bagdad geborener Hausregisseur am Toneelhuis Antwerpen, war zur Vorbereitung auf Recherchereise in Syrien, im Irak und im Libanon), die um ihre im Krieg ermordeten Kinder weinen, als O-Ton mit Übersetzung vom Band. "Wir haben getrauert. Wir feiern nicht", sagen sie. "Das ist etwas für Leute, die glücklich sind". Die Ungebrochenheit des Dokumentarischen entfaltet tatsächlich Schockwirkung, und die meist reduzierte, zerdehnte Bewegung der Performerinnenkörper unterstreicht die in den aufgezeichneten Passagen thematisierte menschliche Verwundbarkeit, die Verletzungen und Traumata, die bleiben." nachtkritik.de

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