Eröffnung Blätterwirbel & Porträt Najem Wali

Großes Haus

mit Clarissa Stadler, Sigrid Löffler und Ensemblemitgliedern des Landestheaters Niederösterreich

„Ein Wort oder ein Satz muss duften wie frisches Brot“, sagte der deutsch-irakische Schriftsteller Najem Wali in einem Interview, indem er sich an seine Großmutter in der Backstube erinnert. So wie sie ihren Teig knetete, muss er die Worte kneten. 1980 hat Najem Wali den Irak im Bus verlassen. Er wusste, dass sein Jahrgang zum Krieg gegen den Iran einberufen und er an der Front kaum überleben würde. In seinen Romanen findet sich immer wieder seine Liebe zu seiner Heimat und der einst so glorreichen und jetzt geschundenen Stadt Bagdad. Themen, wie Krieg, Schuld und Vertreibung, aber auch Liebe, Freundschaft und Heimat ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk Walis, das von zahlreichen autobiografischen Erfahrungen von politischer Unterdrückung und Heimatverlust sowie eines vielfältig schillernden Irak vor dem Krieg und Terror des 21. Jahrhunderts geprägt ist. Heute lebt Najem Wali als freier Autor und Journalist in Berlin.

Ensemblemitglieder lesen aus dem Werk von Najem Wali, der sich anschließend mit der renommierten Literaturjournalistin Sigrid Löffler ins Künstlergespräch begibt.

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