AM KÖNIGSWEG von Elfriede Jelinek

Insgesamt 48 Stunden, von 20. November um 19.30 Uhr bis 22. November um 19.30 Uhr, ist die viel gelobte Inszenierung für Sie hier freigeschaltet. 

TIPP: Von 27. November ab 19.30 Uhr bis 29. November 19.30 Uhr streamen wir "Die Nibelungen" in der Regie von Mathias Spaan. Für diese Arbeit wurde Mathias Spaan mit einem NESTROY-Preis 2020 in der Kategorie "Bester Nachwuchs männlich" ausgezeichnet.

AM KÖNIGSWEG
„Gewählt ist gewählt“ – nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 saß der Schock bei den Verlierern so tief wie der neu gewählte König hoch auf seinem Thron. Bei den Gewinnern herrschte Jubel. Mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos hat der König ein Vermögen verdient. Seither führte er die Geschicke des mächtigsten Landes der Welt und versprach dem wütenden Volk die Befreiung von Arbeitslosigkeit und Kreditschulden. Zahlen sollten die anderen, dafür würde er schon sorgen. Die Wahl des Königs entfesselte weitere Kräfte und beschwor ein schreckliches Schicksal.

Elfriede Jelinek stellte „Am Königsweg“ kurz nach der Vereidigung Donald Trumps fertig. Das Stück wirft den Blick in die jüngere Vergangenheit und nahe Zukunft und stellt die brisanten politischen Fragen unserer Zeit: Wie wollen wir künftig leben? Wieso lernen wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit? Wieso scheinen alle mit Blindheit geschlagen, vom König angefangen bis hin zu seinem Volk? Und was haben mit alledem Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppet Show zu tun? Elfriede Jelinek gehört seit Jahren zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Mit ihren sprachlich brillanten und assoziativen Textflächen und entlarvendem Humor findet sie historische Parallelen zu den Phänomenen unserer politischen Gegenwart, von den Idolen der Popkultur, den Helden der großen Königsdramen Shakespeares bis hin zum antiken König Ödipus.

Der junge Regisseur, Puppenbauer und Nestroypreisträger Nikolaus Habjan, hat in der Saison 2018/19 zum ersten Mal am Landestheater Niederösterreich gearbeitet. Eigens für die Inszenierung entworfene Puppen von Nikolaus Habjan sind Teil dieser österreichischen Erstaufführung. 2018 wählte die Kritikerjury der Zeitschrift „theater heute“ „Am Königsweg“ zum Stück des Jahres und 2019 reihte die New York Times diese Inszenierung unter die 5 besten Produktionen im deutschsprachigen Theater.

„Am Königsweg“ ist weder eine polemische noch eine historische Dramatisierung, sondern eine augenblickliche Allegorie für unsere zutiefst beunruhigende politische, soziale und wirtschaftliche Realität. Die verstörende Produktion von Nikolaus Habjan ist ein besonders wirkungsvolles Paradebeispiel für dieses schwierige, aber brennende Thema. THE NEW YORK TIMES

Habjan ist ein Meister seines Handwerks, wie er Jelineks Wortkunst in ein Grand-Guignol-Spiel verwandelt hat, das ist teilweise atemberaubend. (...) insgesamt: Das Landestheater zeigt mit dieser österreichischen Erstaufführung Flagge. Intendantin Marie Rötzer hat sich etwas getraut. Das Publikum applaudierte hellauf begeistert. DIE PRESSE

Fazit: Wuchtige Groteske, bei der die Worte und die Puppen die Stars sind – sehenswert! NÖN

Am Landestheater St. Pölten gelingt dem inszenierenden Puppenmagier Nikolaus Habjan eine Glanzleistung. KRONEN ZEITUNG

Sehen lassen kann sich der Abend als abwechslungsreiche Aneinanderreihung einfallsreich gebauter Szenen, unmittelbar inspiriert von den vielen verspielten Worten, die bei Jelinek geschrieben stehen. NACHTKRITIK.DE

Mit: Hanna Binder, Tim Breyvogel, Sabrina Ceesay, Bettina Kerl, Manuela Linshalm, Tilman Rose

Inszenierung: Nikolaus Habjan Bühne: Jakob Brossmann Kostüme: Cedric Mpaka Video: Johannes Hammel Musik: Kyrre Kvam Assistenz Puppenbau: Marianne Meinl Fassungsdramaturgie: Amely Joana Haag, Dramaturgie: Ludwig zur Hörst Licht: Günter Zaworka Ton & Video: Martin Kerschbaum Regieassistenz: Amelie Wimmer Ausstattungsassistenz: Ruth Erharter  Soufflage: Doris Strasser Inspizienz: Vera Bernhauser

Herzlichen Dank an Elfriede Jelinek für die Inspiration zum Kostümbild und ihre Stimme.

Herzlichen Dank an den Verein der Freunde der Kultur St. Pölten für die Finanzierung der Puppenkostüme.

Österreichische Erstaufführung 16. März 2019

Aufführungsrechte Rowohlt Theaterverlag, Reinbek bei Hamburg

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