Clara Luzia komponiert die Bühnenmusik zu "Der Zauberberg"

Wie viel Inspiration für die Musik bieten die Proben?
Indirekt sehr viel. Ich kann erst mit dem Schreiben beginnen, wenn ich das Ensemble getroffen habe und weiß, wie die Schauspieler*innen sich „anfühlen.“ Die Schauspieler*innen
geben durch ihre Persönlichkeit den Charakteren des Textes ja oft eine ganz andere Farbe, als ich mir bei der Lektüre vorgestellt habe.

Was zeichnet die Zusammenarbeit mit Sara Ostertag aus?
Das Schöne an der Arbeit am Theater ist die Interaktion von Musik und Schauspiel/Text, dass man sich im Idealfall gegenseitig neue Ebenen, weitere Dimensionen eröffnet. An der
Arbeit mit Sara Ostertag schätze ich vor allem, dass sie mit unglaublich dichten und klaren Visionen in die Stückerarbeitung geht, sodass sich alle Beteiligten wie von einem reichhaltigen Buffet bedienen können. Sie bietet sehr viel an und lässt gleichzeitig viel Raum für die Ideen anderer.

„Der Zauberberg“ ist voller fantastischer Naturbilder und Szenen, die teilweise gänzlich von der Musik interpretiert werden. Wie habt ihr die Natur in Musik übersetzt?
Ein Stück hat bei mir immer eine musikalische Grundfarbe, ein Hauptinstrument, das den Ton vorgibt. Beim Zauberberg ist es das Klavier. Die EGitarre, die ich sonst vorwiegend spiele, kommt diesmal gar nicht zum Einsatz. Für den Zauberberg wollte ich etwas Erdiges, das sich bis ins Ätherische verdünnen kann.

 

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