Grosse Freude über 2 Nestroy-Preis Nominierungen

Rikki Henry für „Hamlet“ in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung"
Mathias Spaan für „Die Nibelungen“ in der Kategorie „Bester männlicher Nachwuchs"

 

Herzlichen Glückwunsch und Dank an die Teams beider Produktionen: an Rikki Henry, mit seinem Hamlet-Ensemble: Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Philip Leonhard Kelz, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Sami Loris, Tilman Rose, Michael Scherff, Bühne Max Lindner, Kostüme Cedric Mpaka, Musik Nils Strunk, Dramaturgie Ludwig zur Hörst und an Mathias Spaan mit dem Nibelungen- Ensemble: Philip Leonhard Kelz, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Valentin Postlmayr, Bühne/Kostüm Anna Armann, Dramaturgie Julia Engelmayer

Gratulation und vielen Dank auch an alle Kollegen und Kolleginnen aus allen Abteilungen des Landestheaters Niederösterreich und der Bühne im Hof, die zu dieser Nominierung beigetragen haben.

Die Begründungen der Jury:
Was für ein Klassiker, was für ein zeitloses Stück. In William Shakespeares „Hamlet“ ist bekanntlich ziemlich alles drinnen, was den Menschen bewegt. Liebe und Intrige, Mord und Macht, Theater auf dem und mit dem Theater. Welchen Aspekt also herausschälen? Worauf den Fokus legen? Im Landestheater Niederösterreich hat sich der junge britische Regisseur Rikki Henry für einen besonderen Kunstgriff entschieden. Er erzählt seinen „Hamlet“ als irren, blutigen Albtraum des pubertierenden Dänenprinzen, als bitterböse Familienaufstellung, die perfekt zwischen Sein und Schein changiert. Das Ergebnis ist ein furioses Spiel mit den Ebenen, mit dem Theater, das hat Kraft, ist bildgewaltig und verstörend gut. Eine grandiose Aufführung, die man lange nicht vergisst. Ein Shakespeare heutig, relevant und packend.
Peter Jarolin

Die Nibelungen zählen zu den ältesten Rittersagen, sind gut abgehangener Kulturgeschichtestoff; wie jedoch Regisseur Mathias Spaan die Geschichten von Siegfried, Brunhild und Co. auf die Bühne des Landestheaters Niederösterreich hievt, ist nichts weniger als hitverdächtig: Die Rampe dominiert ein Auto; die Ritter sind hier, grundanders als in der Vorlage, mit weit überhöhter Pferdestärke-Zahl unterwegs, sie tragen Lederjacken, Micky-Maus-T-Shirts, Schulhoflässigkeit dominiert, ihre Rollen wechseln sie so schnell wie ihre knallbunten Perücken. Aus den wilden Rittergeschichten entwickelt sich ein hochenergetischer Theaterabend voll absurder Volten, der trotz aller Abweichungen das Original nie verrät. Was Spaan vollbringt, zeugt von beträchtlichem handwerklichem Können. Mehr davon!
Petra Paterno

Die diesjährige Verleihung findet als TV-Event in ORF III am 4. Oktober statt.

Bis dahin heißt es fest Daumendrücken!

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