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FerdinandRaimund
Foto: Josef Kriehuber
Saison 13/14
(*1790, †1836)
Geboren 1790 als Ferdinand Jakob Raimann. Er absolvierte eine Lehre bei einem Zuckerbäcker im Zuge derer er auch Süßwaren im Theater feilbot. Raimund entdeckte so das Theater für sich, brach seine Lehre ab und schloss sich ab 1808 verschiedenen Theatergesellschaften an. 1814 wurde er an das Theater in der Josefstadt engagiert, 1817 folgte das Theater in der Leopoldstadt, wo er ein zehnjähriges Engagement einging um als Schauspieler, Regisseur und Stückeschreiber zu wirken. Danach fungierte er von 1828 bis 1830 auch als Direktor des Theaters. Er trat in mehr als 170 Rollen auf, verfasste aber – im Gegensatz zu einigen quantitativ-produktiveren Zeitgenossen – nur acht Theaterstücke. Von diesen gelten Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär (1826), Der Alpenkönig und der Menschenfeind (1828) und Der Verschwender (1834) als seine Meisterwerke. Seinen sehnlichsten Wunsch sich auch als Tragiker zu etablieren konnte er sich Zeit seines Lebens nicht erfüllen, tragisch endete aber sein Leben: 1836 wurde der zu Hypochondrie neigende Raimund von einem Hund gebissen. In panischer Angst vor einer möglichen Tollwutinfektion wählte der Dichter den Freitod – dass der Hund nicht krank war stellte sich zu spät heraus.
Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär wurde am 10. November 1826 im Theater in der Leopoldstadt uraufgeführt.