Othmar Schratt

Geboren 1956 in St. Georgen am Längsee/Kärnten. Er erhielt seine Schauspiel- und Gesangsausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Anschließend ging er auf Tourneen mit der Österreichischen Länderbühne und machte eine Operettentournee durch Deutschland und die Schweiz. Von 1985-2005 war er Ensemblemitglied am Stadttheater St. Pölten. Er hatte diverse Film- und Fernsehauftritte, u.a. Wurlitzer, Seniorenclub. Er spielte bei den Sommerspielen in Bad Ischl, Bad Hall, Bad Deutsch-Altenburg und bei der Stegreifbühne Tschauner.

Ensemblemitglied des Landestheaters Niederösterreich.

 

Othmar Schratt im Portrait

1. Wie sind Sie mit Theater zum ersten Mal in Berührung gekommen?

Als Jugendlicher habe ich zum Spaß mit Sommergästen ein Stück inszeniert und selbst mitgespielt. Später in Wien befolgte ich den Rat meines Verwandten, dem Burgschauspieler Peter Schratt, und besuchte das Konservatorium der Stadt Wien in der Johannesgasse.

2. Welche ist/war Ihre Lieblingsrolle?

In den 26 Jahren sehr viele, sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater, wie zB. der Gewürzkrämer Lambertuccio aus Boccaccio, der Schneider Mottel aus Anatevka, der Erzähler und Barkeeper Bob aus Irma la Douce, der Arzt aus Woyzeck, der Vater aus der Uraufführung von Verschüttet, die vielen Märchenfiguren vom Lehrer Lämpel bis zum Großvater in Die Brüder Löwenherz usw.

3. Welches ist Ihr Lieblingsstück?

Da kann ich mich auch nicht auf eines festlegen, es sind z.B. Stücke von Curt Goetz (Der Hund im Hirn), Feydeaus Der Floh im Ohr oder Nestroys Lumpazivagabundus.

4. Mit welcher/m SchauspielerIn/RegisseurIn möchten Sie gerne zusammenarbeiten?

Mit jeder/m RegisseurIn, die bzw. der weiß, was er will und die seltene Gabe hat, Schauspieler unbemerkt zu führen. Weiters mit jedem Kollegen, der sein Handwerk versteht und ein Mehrpersonenstück als Teamwork, nicht aber als einen Soloabend für sich sieht.

5. Welchen Beruf hätten Sie, wenn Sie nicht Schauspieler wären?

Wahrsager! … Nein, Spaß beiseite, vielleicht wäre ich dann doch Arzt geworden (ich kam ja nach Wien und habe begonnen, Medizin zu studieren), möglicherweise später bei "Ärzte ohne Grenzen". Der Schauspielberuf war reiner Zufall.

6. Wer ist Ihr persönliches Vorbild?

Josef Meinrad, Attila Hörbiger, Kurt Sowinetz, Erwin Steinhauer usw.

7. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Diese Frage lehne ich ab, die soll mein Umfeld beantworten.

8. Welche sind Ihre drei positivsten Eigenschaften?

Siehe Frage 7.

9. Welche sind Ihr drei negativsten?

Da würde ich auch auf Punkt 7 verweisen.

10. Was ist Ihr größtes Glück/Ihr größter Traum?

Harmonie in jeder Form. Der Traum einer Weltharmonie ist ein sehr schöner, den ich gerne träume, ich weiß aber nur zu gut, dass sie nur ein Traum bleiben kann.

11. Wovor haben Sie Angst?

Vor den negativen Charaktereigenschaften von Alphamenschen, welche auf unserem Planeten den Ton angeben!!! Macht, Habgier, Maßlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Respektlosigkeit usw. Nach dem Motto: Teufel komm raus und koste es, was es wolle!

12. Was unternehmen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Länger schlafen, lange frühstücken (eher spätstücken), Zeitung lesen, spazieren gehen, ein wenig Sport wie z.B. Inline skaten, Theater, Kino, essen gehen, zum Heurigen gehen, Urlaub machen (am Strand am Meer liegen oder Städtereisen – leider selten und immer zu kurz). Ich erledige aber auch gerne handwerkliche Reparaturarbeiten zu Hause.

13. Welchem Essen/Getränk können Sie einfach nicht widerstehen?

Jedem guten, von der Hausmannskost bis zum Steak, vom kühlen Bier, guten Glas Wein bis zum Glas Wasser vom Schneeberg/Rax.

14. Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Tja, das ist eben mein kleines Geheimnis!!!???

15. Wie würde Ihr perfekter Urlaub aussehen?

Irgendwo in der Sonne am Meer und auch den hintersten Gehirnwinkel abschalten können, der uns immer an unsere Pflichten erinnert.

16. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Positiv und mit Humor nach vorne denken und handeln, auch wenn man öfter gezwungen wird, negative vergangene Dinge aufzuzählen. Nicht zu vergessen: Den Augenblick genießen!