Andrea Eckert

Geboren in Baden, nach der Matura und einem Literaturstudium in Paris Ausbildung bei der legendären Dorothea Neff; Engagements am Kornmarkttheater Bregenz, dem Linzer Landestheater, am Schauspielhaus Wien, dem Frankfurter Schauspielhaus, dem Wiener Burgtheater, dem Volkstheater Wien und dem Theater in der Josefstadt. 1991 gelang es ihr, sich mit „Judith” von Friedrich Hebbel am Wiener Volkstheater als Protagonistin der Wiener Theaterszene zu etablieren. Seitdem spielte sie unter anderen die Hauptrollen in „Maria Stuart” von Friedrich Schiller, „Clara S.” von Elfriede Jelinek, „Anna Galactia” von Howard Barker, „Elektra” von Sophokles, „Der Gute Mensch von Sezuan” von Bert Brecht, „Groß und Klein” von Botho Strauß, „Eisen” von Rona Munro, „Penthesilea” von Heinrich von Kleist.
Als Maria Callas in dem Stück „Meisterklasse” von Terence McNally wurde sie zum Publikumsmagneten Wiens. Über 170.000 Besucher sahen diese 11 Jahre auf dem Spielplan des Wiener Volkstheaters befindliche Aufführung.

Andrea Eckert erhielt zahlreiche Theaterauszeichnungen wie die Kainz Medaille, den Hebbel Ring, den Karl Skraup Preis und den Hersfeld Preis. Sie spielt in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen und gastiert mit ihren Musikprogrammen und Lesungen im gesamten deutschen Sprachraum. Ihr Debüt als Filmemacherin gab sie mit der Filmdokumentation „Alles ist ein Wunder” über die Varieté-Artistin Lucia Westerguard. Ihre zweite filmische Arbeit, „Vom Glück verfolgt. Wien – Hollywood – Retour”, ein Portrait des Hollywoodschauspielers Turhan Bey, wurde bei der Viennale 02 präsentiert. Ihm folgten ein Film über die legendäre Josefine Hawelka „Königin Josefine”, über den Schauspieler Walter Schmidinger „Mit den Zugvögeln fort” und das Porträt des Wiener Emigranten Eric Pleskow, der in Hollywood zu einem der mächtigsten Filmtycoons wurde: „I'm about winning”. Dieser Film wurde bei der Viennale 2006 uraufgeführt. Im November 2008 wurde ihr Porträt des Jesuitenpaters Georg Sporschill unter dem Titel „Pater Georg” vom ORF ausgestrahlt. Ein Film über den Autor Frederic Morton ist in Vorbereitung. Andrea Eckert lebt als freie Schauspielerin und Filmemacherin in Wien und Berlin.

 

Andrea Eckert im Portrait

1. Wie sind Sie mit Theater zum ersten Mal in Berührung gekommen?

Mein Debüt war das „Rumpelstilzchen“ in einer Aufführung meiner Volksschule.

2. Welche ist/war Ihre Lieblingsrolle?

„Judith“, „Elektra“, „Maria Callas“. Im Moment: „Gertrud“.

3. Welches ist Ihr Lieblingsstück?

„Dantons Tod“, „Richard II“, „Meisterklasse“, „Kirschgarten“ etc.

4. Mit welcher/m SchauspielerIn/RegisseurIn möchten Sie gerne zusammenarbeiten?

Das Wichtigste in der Arbeit ist, dass man einander versteht.

5. Welchen Beruf hätten Sie, wenn Sie nicht Schauspielerin wären?

Schauspielerin.

6. Wer ist Ihr persönliches Vorbild?

Lucia Westerguard, mein Großvater.

7. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich bemühe mich, das Richtige zu tun in meinem Leben.

8. Welche sind Ihre drei positivsten Eigenschaften?

Im Ernstfall: Verlässlichkeit und Treue.

9. Welche sind Ihr drei negativsten?

Ungeduld und Aggressivität.

10. Was ist Ihr größtes Glück/Ihr größter Traum?

Ohne Angst zu leben.

11. Wovor haben Sie Angst?

Dass meinen geliebten Menschen etwas Schlimmes zustößt.

12. Was unternehmen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Zur Donau radeln und schwimmen gehen.

13. Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Das I-Phone.

14. Wie würde Ihr perfekter Urlaub aussehen?

Eine Reise durch Indien ohne zeitliche Einschränkungen.

15. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Nichts ist selbstverständlich.

Copyright Sabine Hauswirth

Saison 11/12