Ich habe niemand – niemand –
Auf dieser großen weiten Erde – niemand.
Soweit das Zepter meines Vaters reicht.
Carlos
Don Carlos, Infant von Spanien, ist zerrissen zwischen der Liebe zu seiner Stiefmutter, die einst seine Braut war, und dem Hass auf seinen mächtigen Vater, König Philipp, der ihm die Geliebte geraubt hat. In seinem krankhaften Misstrauen gegen seine gesamte Umgebung sieht der König einzig in dem Marquis von Posa, dem Jugendfreund Carlos’, „einen Menschen“ und Vertrauten. Doch Posa, durchdrungen von dem Glauben an seine Mission, die unterdrückten Völker von der Gewalt der Tyrannei zu befreien, findet weder in Carlos noch im König die erhoffte Unterstützung und wird schließlich, wie der Freund, Opfer einer großen Intrige.
Das Drama über Politik, Freundschaft, Egoismus, Freiheit und Idealismus gilt neben Lessings Emilia Galotti und Goethes Egmont als typisches Beispiel für das bürgerliche Humanitätsideal des 18. Jahrhunderts, das seine Kritik an der feudalen Verfassung nur in historischer Verkleidung äußern konnte. 1787 wurde das Stück am Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt. Zwei Jahre vor der Erklärung der Menschenrechte in Frankreich fordert Schiller darin die Verpflichtung des Staates, die Würde und die Freiheit des Menschen zu achten.
Silvia Armbruster, die am Landestheater Niederösterreich unter anderem Ray Cooneys Farce Außer Kontrolle und Astrid Lindgrens Die Brüder Löwenherz inszenierte, wird das Drama von Friedrich Schiller in der Theaterwerkstatt auf die Bühne bringen.
Vorstellungen für Schulen um 10.30 Uhr auf Anfrage!
Einführungsgespräch
am 2. Februar 2011 um 18.30 Uhr
Gespräch mit dem
Ensemble
am 18. Februar 2011
nach der Vorstellung
Dauer
3 Stunden inkl. Pause
Pause nach 1 Stunde 30 Minuten
Mit
Pippa Galli,
Antje Hochholdinger,
Elisabeth Luger
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Philipp Brammer,
Oliver Rosskopf,
Othmar Schratt,
Stefan Wilde,
Hendrik Winkler
Regie
Silvia Armbruster
Bühne und Kostüme
Stefan Morgenstern
Theaterwerkstatt
Premiere 22. 01. 2011
| Datum | Uhrzeit | Onlineticket und Info |
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