Der Spieler

Nach Fjodor Dostojewski
In einer Bearbeitung für das Landestheater Niederösterreich von Helmut Peschina

Ich lebe natürlich in ständiger Aufregung, spiele nur mit ganz kleinem Einsatz und warte immer auf etwas…
Alexej

Es ist allein jener kurze Augenblick, in dem die Kugel, vom Croupier geworfen, in der Gegenrichtung kreist, um endlich in ein Zahlenkästchen zu fallen, der den Spieler Alexej magisch anzieht. Jener Augenblick im Spiel ums Geld, der ihn alles andere vergessen lässt, in dem sich das Leben seinem Willen entzieht. Abend für Abend treibt es ihn nach „Roulettenburg“ in das Casino, an den Spieltisch, in der Hoffnung auf das große Glück. Und er wird hineingezogen in diese Scheinwelt des alles gewinnenden oder verlierenden Augenblicks, bis sein Leben selbst zum Rausch eines Roulettespiels wird, bis er die Kontrolle verliert, bis er alles zu verspielen droht: seine Geliebte, seine Existenz und sich selbst.

Der Spieler sind die Aufzeichnungen und das Bekenntnis eines Besessenen. Dostojewski selbst war ein dem Glücksspiel Verfallener. 1866, durch immense Spielschulden in Existenznot geraten, schreibt er seinen Roman in knapp vier Wochen. Der Roman handelt also nicht nur vom Spiel, sondern er war selbst ein Spiel, um alles oder nichts. Lange Zeit unterschätzt, nimmt der Text eine große Anzahl von Motiven und Themen der späteren Großwerke vorweg.

Wir freuen uns Ihnen mit Valentin Schreyer in der Rolle des fanatischen Spielers Alexej, ein junges, aufstrebendes Talent vorstellen zu können: Valentin Schreyer hat seine Schauspielausbildung am Konservatorium Wien mit Auszeichnung abgeschlossen. Danach folgten zahlreiche Arbeiten für den Film (Die verrückte Welt der Ute Bock, Todespolka, Warten auf den Mond, Nogo, Der Bockerer III) und das Fernsehen (Fräulein Else, August der Glückliche), die ihm u.a. eine Undine- als auch eine Romy-Nominierung einbrachten. Theaterengagements führten ihn in den letzten Jahren unter anderen an das Theater in der Josefstadt und zu den Salzburger Festspielen.

Weiters freuen wir uns ganz besonders, dass Burgschauspielerin Else Ludwig in der Rolle der Großtante zu sehen sein wird und dass wir auch Paul Matic für die Rolle des Mr. Astley als Gast im Ensemble gewinnen konnten. Der durch seine Regiearbeiten Gertrud und Was ihr wollt am Landestheater Niederösterreich bestens bekannte Regisseur Johannes Gleim inszeniert Helmut Peschinas Bühnenbearbeitung von Dostojewskis Roman.

Vorstellungen für Schulen um 10.30 Uhr auf Anfrage!

Einführungsgespräch
am 10. März 2011 um 18.30 Uhr

Gespräch mit dem Ensemble
am 2. April 2011 nach der Vorstellung

Medienpartner dieser Produktion
Die Presse
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Dauer
2 Stunden inkl. Pause
Pause nach 1 Stunde 5 Minuten

Copyright: Lukas Beck

Mit
Antje Hochholdinger,  Else Ludwig,  Katharina von Harsdorf | Rainer Doppler,  Paul Matic,  Valentin Schreyer Jürgen Weisert Helmut Wiesinger

Regie Johannes Gleim
Bühne und Kostüme Markus Meyer

Großes Haus
Premiere 05. 03. 2011

Termine
Datum Uhrzeit Onlineticket und Info