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 © Toni Suter, T+T Fotografie
Gastspiel - Schauspielhaus Zürich
Österreich-Premiere

Faust 1-3

von Johann Wolfgang von Goethe mit dem Sekundärdrama FaustIn and out von Elfriede Jelinek

Großes Haus

Premiere

  • Fr 14.12.2012 19:30

    Dauer
    2 Stunden 15 Minuten
    keine Pause

    Einführungsgespräch
    am 14. und 15. Dezember 2012 um 18.30 Uhr

    Bei beiden Vorstellungen bietet sich etwa 50 ZuschauerInnen die exklusive Möglichkeit, diese "Sekundärinszenierung", die aus dem "Keller" der Theaterwerkstatt partiell ins Große Haus übertragen wird, live mitzuerleben. Kartenbestellungen richten Sie daher bitte direkt an unsere Tageskassa: E-Mail karten@landestheater.net oder T +43 2742 90 80 60-600

    Pro Helvetia

    Ein Faust, zwei Schauspieler, drei Teile – der dritte freilich nicht von Goethe, sondern von Elfriede Jelinek. Vorerst aber spielen sich die beiden Männer auf der Bühne des Großen Hauses durch die klassischen Verse aus der Tragödie erster Teil und unternehmen Ausflüge in den zweiten. In der Inszenierung von Dušan David Parízek meldet sich in Goethes Welt, wie eine störende Gästin, Elfriede Jelineks Theatertext FaustIn and out – ein "Sekundärdrama" über Frauen in Kerkern. Angeregt durch reale Ereignisse erfährt die Gretchentragödie bei Jelinek eine moderne Übermalung, in der es die Väter selbst sind, die für ihre Töchter Kellerverliese bauen und mit Dämmschutz versehen.

    Wenn Faust beginnt, dauert es, bis die Frauenrollen an die Reihe kommen. Solange spielen sie in einem eigens gebauten Raum in der Theaterwerkstatt FaustIn and out. Bei jeder Faust 1–3-Vorstellung bietet sich etwa 30 ZuschauerInnen die exklusive Möglichkeit, diese "Sekundärinszenierung", die aus dem "Keller" der Theaterwerkstatt partiell ins Große Haus übertragen wird, live mitzuerleben.

    Die Texte aus Jelineks Kellerkerker entwickeln im Faust-Kontext noch einmal ihre vampirische Energie, enthüllen ihre motivische Herkunft bei Goethe und wuchern weiter, überziehen die Gretchentragödie mit ihrem vergifteten Rankwerk. Andreas Klaeui / nachtkritik.de

    Der tschechische Regisseur Dušan David Parízek leitete über 10 Jahre das Prager Kammertheater. Seit 2002 führt er regelmäßig in Deutschland und der Schweiz Regie, am Deutschen Theater in Berlin, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, Residenztheater München und am Schauspielhaus Zürich.