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 © Annette Sonnewend
Katharina von Harsdorf, Peter Faerber © Lukas Beck
Klaus Ofczarek, Peter Faerber © Lukas Beck
Eine Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich mit der Bühne Baden und La Compagnie Jérôme Savary

Der Bauer als Millionär

von Romantisches Original-Zaubermärchen mit Gesang in 3 Akten von Ferdinand Raimund

Großes Haus

Premiere

  • Do 11.10.2012 19:30

    Dauer
    2 Stunden 15 Minuten inklusive Pause
    Pause nach 1 Stunde

    Einführungsgespräch
    am 25. Oktober 2012 um 18.30 Uhr

    Ensemblegespräch
    am 20. November 2012 nach der Vorstellung

    Vorstellungen für Schulen um 10.30 Uhr auf Anfrage!

    Raimunds erstes und bekanntestes Original-Zaubermärchen beginnt mit einem heftigen Streit im Feenreich. Fee Lakrimosa musste ihre Tochter Lottchen, nach einem Liebesabenteuer mit einem Sterblichen, auf der Welt zurücklassen und hat ihre Zauberkraft verloren. Sie kann ihre Kräfte nur zurückerlangen, wenn Lottchen bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag einen armen Burschen heiratet. Der einfache, brave, arme Bauer Fortunatus Wurzel wird deshalb zum Pflegevater bestimmt, alles scheint bestens geregelt. Aber Lakrimosas Feind, der "Neid", sorgt dafür, dass Fortunatus Wurzel zu Reichtum gelangt. Die Bedingung der Fee will er nun nicht mehr erfüllen und weist den armen Fischer Karl, der sich in Lottchen verliebt hat, ab.

    Raimunds Zauberkiste ermöglicht die Läuterung: Fortunatus Wurzel erhält Besuch, die "Jugend" verabschiedet sich von ihm mit dem berühmten Lied Brüderlein fein und das "Hohe Alter" stellt sich als Gefährte seiner künftigen Jahre vor: Der kraftstrotzende Bauer wird zum müden, kranken, weißhaarigen Mann, dem Aschenmann. Nur mit Hilfe der "Zufriedenheit" gelingt dann doch ein für alle glückliches Ende und die Erkenntnis, dass Geld allein nicht glücklich macht.

    Der Bauer als Millionär lebt von Raimunds ureigener poetischer Erfindungsgabe. Jérôme Savary, der in den vergangenen Jahren Raimunds Der Alpenkönig und der Menschenfeind und Der Verschwender erfolgreich inszenierte, hat bewiesen, dass Raimunds Werke auch heute noch bezaubern und unterhalten können.

    Als Gäste im Ensemble des Landestheaters erleben wir als Fee Lakrimosa Doris Schretzmayer, die aktuell im Kinofilm Spanien und in der ORF-Serie Braunschlag von David Schalko zu sehen ist, Peter Faerber, bekannt von der Bühne und aus vielen Film- und Fernsehprojekten in der Rolle des Fortunatus Wurzel und Burgtheatermitglied Heinz Zuber als Magier Ajaxerle.

    Pressestimmen

    Landestheater Niederösterreich

    Mario Kern, NÖN vom 15.10.2012


    Wo Savary draufsteht, da ist auch Savary drinnen. Nachdem der argentinische Starregisseur bereits Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind“ sowie den „Verschwender“ am Landestheater inszeniert hatte, reiche Jérôme Savary nun mit „Der Bauer als Millionär“ das dritte Zaubermärchen in St. Pölten nach.

    Erneut ist das Ergebnis bunt, schrill und zahlreichen amüsanten Querverweisen auf Film, Mode und Gesellschaft ausgefallen. …

    Robert Voglhuber, Mostviertel-Magazin

    Das Stück und überhaupt die schräge Inszenierung von Jerome Savary sollte man sich unbedingt ansehen. …

    Alle Mitwirkenden von Peter Faerber zu Swintha Gersthofer über Pascal Gross, Doris Schretzmayer, Heinz Zuber, Klaus Ofczarek und Katharina von Harsdorf  überzeugen als Erdenbürger und im bunten Treiben der Feenwelt. Ebenfalls gelungen die Gegenüberstellung von Alter und Jugend. Letztere eine pfiffige und gesanglich („Brüderlein fein“) hervorragende Irena Flury. Das ungewöhnlich inszenierte Ineinandergreifen von  Zauber und “Erdwelten”, von irdischer Lasterhaftigkeit und entrücktem Feenzauber wurde am 11.10.12  vom Premierenpublikum  mit ausreichend viel Applaus goutiert.

    Johannes Gans, kulturundwein.com

    Es sind eine ganze Reihe Ungewöhnlichkeiten, mit der dieser Bauer als Millionär überrascht. Savarys Zauberreich ist ein Lagerraum mit geheimnisvoll beschrifteten Holzcontainern. Ein chinesischer Ingenieur (Jan Walter) erklärt, dass es sich dabei um die Ausstattung von „Laimunds Del Bauel als Millionäl“ handelt, die von China soeben sehr kostengünstig geliefert worden sei. ...

    Keine Spur also von Respekt gegenüber Geistwesen und Zauberern. ...

    Das ... flott gekürzte und mit witzigem Extempore bereicherte Biedermeierstück hat dadurch noch einmal an Tempo und Aktualität gewonnen. Wie sehr einen doch dieser zum Millionär gewordene Bauer an bestimmte Zeitgenossen erinnert, die trotz hohen Alters nicht zu wissen scheinen, wohin mit dem Geld und sich in aller Öffentlichkeit mit jungen Mädels Polsterschlachten liefern.

    Bühne Baden

    Werner Rosenberg, Kurier vom 30.07.2012

    Alles andere als konventionell: ‚Der Bauer als Millionär‘ ist ausgesprochen schräg und witzig. Etwas anderes war von Jérôme Savary auch gar nicht zu erwarten. Das romantische Zaubermärchen ist bereits das dritte Raimund-Stück des argentinisch-französische Theaterregisseurs. … Der ironisiert, persifliert und karikiert den Hokuspokus rund um mächtige Feen und Geister … ‚Jedermann‘-Vater Klaus Ofczarek (Das hohe Alter) entsteigt einem Medikamentenschrank. An den Brüsten der Zufriedenheit (Katharina von Harsdorf) nährt sich Fortunatus Wurzel (Peter Faerber). Heinz Zuber (Magier Ajaxerle) kommt aus dem Mikrowellenherd. Überzeugend und burschikos: Iréna Flury (Die Jugend) mit Tattoo, auch mit ‚Brüderlein Fein‘.