Sein oder Nichtsein

Komödie von Melchior Lengyel

So sieht es aus, wenn man um sein Leben spielt. Und ich habe es mir so oft gewünscht.
Josef Tura

Polen 1939. Während im Stadttheater Posen die Parodie Gestapo geprobt wird, nimmt die Bedrohung durch die Wehrmacht täglich zu. Sofort wird die geplante Aufführung verboten und stattdessen Shakespeares Hamlet auf den Spielplan gesetzt. Darüber freut sich vor allem Josef Tura, der in die Jahre gekommene Hamlet-Darsteller des Theaters. Er hofft, an alte Erfolge anknüpfen zu können. Zu seiner Verwunderung verlässt jedoch jeden Abend auf das Stichwort „Sein oder Nichtsein“ ein junger Mann den Zuschauerraum: Fliegerleutnant Stasnik, der die Länge des Monologs nutzt, um die Ehefrau des Mimen, Maria Tura, in ihrer Garderobe aufzusuchen. Doch der Soldat ist nicht nur charmanter Schwärmer, sondern auch ein aktiver Kämpfer im polnischen Untergrund. Als der Krieg ausbricht und die deutsche SS das Theater ausspioniert, um Widerstandskämpfer aufzuspüren, erweisen sich die Nazi-Kostüme und das Talent der Schauspieler als überaus nützliche Waffe. Ein Kampf um „Sein oder Nichtsein“ beginnt.

Der ungarische Dramatiker Melchior Lengyel schrieb für seinen Freund Ernst Lubitsch die Komödie Noch ist Polen nicht verloren, die dieser 1942 unter dem Titel To Be or Not to Be (Sein oder Nichtsein) in Hollywood verfilmte. 1983 entstand unter demselben Titel mit Mel Brooks eine Neuverfilmung dieser mitten im Krieg entstandenen Komödie über die Kraft des Theaters – auch in Zeiten eines menschenverachtenden Regimes.

Premiere im Rahmen von Blätterwirbel 2008

Einführungsgespräch
am 12. November 2008 um 18.30 Uhr

Gespräch mit dem Ensemble
am 13. November 2008 nach der Vorstellung

, Copyright: Lukas Beck

Großes Haus
Premiere 18. 10. 2008

Termine
Datum Uhrzeit Onlineticket und Info
Sa18.10.2008 19:30  
Mi12.11.2008 15:00  
Mi12.11.2008 19:30 Onlineticket
Do13.11.2008 19:30 Onlineticket
Fr14.11.2008 19:30 Onlineticket
Sa13.12.2008 19:30 Onlineticket
Do08.01.2009 19:30