Die Ortliebschen Frauen

Dramatisierung des Romans von Franz Nabl

Diese Geschichte macht Lust zum Nacherzählen wie sonst nur eine Fabel.
Peter Handke

Nach dem Tod des Inspektors Ortlieb zieht sich die Witwe gemeinsam mit ihren Töchtern Josefine und Anna und dem mit einem Klumpfuß geborenen Sohn Walter immer mehr in eine selbst gewählte Isolation zurück, aus der es für keines der Kinder ein Entrinnen gibt. Walters zaghafter Ausbruchsversuch endet mit seiner Verbannung in einen Kellerverschlag. Als das Grab des Lebendigen (so auch der Titel des Romans in der Urfassung von 1917) entdeckt wird, erhängt sich Josefine, für die Glück nur das war, „was Walter bei uns findet“.

In der Bühnenfassung verdichtet sich der Roman einer unauffällig scheinenden Durchschnittsfamilie in ein beklemmendes Psychogramm.

Franz Nabl, geboren am 16. Juli 1883 in Lautschin, in der Nähe von Prag, wuchs in Niederösterreich und in Wien auf, wurde nach dem Studium und dem kriegsbedingten Verlust seines Vermögens ab 1924 leitender Kulturredakteur des Neuen Grazer Tagblattes und lebte ab 1934 in der steirischen Landeshauptstadt, wo er 1974 starb. Franz Nabls Werk wurde von Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Gerhard Roth in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Die Ortliebschen Frauen wurden 1979 von Luc Bondy mit Libgart Schwarz, Elisabeth Stepanek und Edith Heerdegen verfilmt. Nach dem großen Erfolg als Paulina Escobar in Der Tod und das Mädchen kehrt die beliebte Fernseh- und Bühnenschauspielerin Gundula Rapsch auf die Bühne des Landestheaters Niederösterreich zurück.

Einführungsgespräch
am 14. März 2009 um 18.30 Uhr

Gespräch mit dem Ensemble

am 19. März 2009 nach der Vorstellung

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, Copyright: Lukas Beck

Großes Haus

Termine
Datum Uhrzeit Onlineticket und Info
Do12.03.2009 19:30  
Sa14.03.2009 19:30 Onlineticket
Di17.03.2009 15:00  
Mi18.03.2009 10:30
Mi18.03.2009 19:30 Onlineticket
Do19.03.2009 19:30 Onlineticket
Fr20.03.2009 19:30 Onlineticket
Do02.04.2009 10:30