Einführung / Kurzbeschreibung

Figurentheater von Simon Meusburger und Nikolaus Habjan

Gastspiel

Auf ebenso packende wie berührende Weise arbeiten Nikolaus Habjan und Simon Meusburger in ihrem grandiosen Figurentheaterstück ein Stück österreichischer Geschichte auf.

Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren. So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Kaisermühlen, Delogierung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene „Kinderfachabteilung“ des Deutschen Reiches, in der Euthanasiemorde an kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt Dr. Gross wird Zawrel – als „erbbiologisch und sozial minderwertig“ eingestuft – gequält, doch er kann aus der Anstalt fliehen. Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren, das wegen der angeblichen Demenz von Gross eingestellt wird. Er kann sich an nichts mehr erinnern.

Das Figurentheaterstück entstand in enger Zusammenarbeit mit Zawrel selbst. Seine sehr persönlichen Gespräche, die er mit Puppenspieler Nikolaus Habjan und Regisseur Simon Meusburger geführt hat, dienten als Grundlage für dieses Projekt. Habjan schlüpft nicht nur in die Rolle von Zawrel, sondern auch in die des Arztes Gross und durchlebt in einzelnen Stationen diese außergewöhnliche Geschichte.

Die Inszenierung erhielt den Nestroypreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion den Schweizer Kulturpreis „Grünschnabel“ 2014.

TRAILER

PRESSESTIMMEN

„… ist ein selten gelungener, hoch interessanter Balanceakt zwischen Theater und Dokumentation.“ double 30

„ … ein ins Herz und Hirn und unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte, das erst für Beklemmung, dann für minutenlange Standing Ovations sorgte.“ (Michael Tschida, Kleine Zeitung, 9. März 2014)

„… ergreifendes und brilliant gemachtes Puppenspiel.“ Tiroler Tageszeitung

„Die Odyssee von Friedrich Zawrel ist eigentlich unbeschreiblich. Und doch wagten es Nikolaus Habjan und Simon Meusburger. Und wie! […]Habjan erweist sich mit seinen Klappmaulpuppen als so fabelhafter wie wandelbarer Solist. Der erst 26-jährige Grazer zaubert aus den Erinnerungen eines Mannes, den das Schicksal drosch, aber nicht brach, ein ins Herz und Hirn und unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte, das nun auch im randvollen Schauspielhaus erst für Beklemmung, dann für minutenlange Standing Ovations sorgte.“ (Michael Tschida, Kleine Zeitung, 9. März 2014)

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