Schere Faust Papier

Theaterwerkstatt

von Michel Decar

Österreichische Erstaufführung

Was haben Taxis auf dem New Yorker Times Square an Silvester, das Innere eines Walfischs und eine Milliarde Meerschweinchen gemein? Sie alle zählen neben einem Dutzend weiterer nicht weniger skurriler Vorschläge des Autors als „mögliche Bühnenbilder“, inmitten derer Michel Decars neuestes Theaterstück „Schere Faust Papier“ zur Aufführung gelangen könnte. Wenig überraschend also, dass das Seiten umfassende Personen-, Kostüm- und Requisitenverzeichnis einen bunten Querschnitt durch Welt-, Kunst- und Popgeschichte bietet – und das Stück zur rasant-absurden Tour de Force durch die Geschichte der Menschheit einlädt: Draußen fliegen die Bomben, drinnen, inmitten eines Bunkers, übergeben sich keulenschwingende Neandertaler, Trojaner, Revolutionäre und Faschisten die Staffel, die die umwälzenden Ereignisse der Jahrhunderte markieren; und dann ist da auch noch immer wieder dieses merkwürdige Scharren hinter den rissigen Wänden aus Beton …

„Schere Faust Papier“ ist eine künstlerische Antwort auf die Absurdität und Komplexität des Weltenlaufs, der Versuch, das Ungreifbare zu durchdringen: bunt, temporeich und ungemein komisch.

Der junge Regieabsolvent des Max-Reinhard-Seminars, Matthias Rippert, dessen Inszenierungen bereits während des Studiums auf zahlreiche Festivals (darunter das Theatertreffen der Schauspielschulen und das Körber Studio Junge Regie) eingeladen wurden, inszeniert nun zum bereits vierten Mal einen Stoff von Michel Decar und wird „Schere Faust Papier“ in der Theaterwerkstatt des Landestheaters zur Österreichischen Erstaufführung bringen.

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