Elisabeth II

Thomas Bernhard

Die Leute wären alle viel glücklicher
wenn sie wüssten
dass alles gleich wichtig ist
so ersticken sie andauernd in ihrem Unglück
Rudolph Herrenstein

In dieser furiosen Suada ist ein zum Leben wild entschlossener Todeswütiger am Werk, geübt in der Hohen Schule der Einsamkeit - der fast blinde Großindustrielle mit Kunstbeinen, Rudolph Herrenstein. Um halb acht früh schieben ihn der Diener Richard und die Haushälterin Frau Zallinger im Rollstuhl in den hochherrschaftlichen Jahrhundertwendesalon. Er wartet auf seinen Neffen, auf seinen Freund Guggenheim und auf einige Bekannte, lauter „fürchterliche Leute“. Diese fürchterlichen Leute - allesamt Exponenten der Wiener Gesellschaft - werden sich im Verlauf des Samstagvormittags in Herrensteins Salon versammeln, um dann vom Balkon aus der auf Wien- Besuch weilenden englischen Königin zuzujubeln und letztendlich mit diesem in die Tiefe zu stürzen.

Der vielfach ausgezeichnete Gert Voss spielt, nach der Inszenierung von Thomas Langhoff für das Burgtheater, den Herrenstein als grandioses Solo. Alle anderen im Stück aufgeführten Rollen übernimmt er einlesend mit.

„Gert Voss macht diese Figur zum Erlebnis. Lebenssprühend trotz Bewegungsunfähigkeit, hellwach, mit blitzschnell wechselnden Gedanken und Launen zündet Voss für diesen Menschen ein atemberaubendes Feuerwerk der Schauspielkunst, ohne ihn je an Äußerlichkeiten zu verraten.“ Münchner Abendzeitung

Dauer

1 Stunde 55 Minuten
keine Pause


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, Copyright: Burgtheater


Mit Gert Voss
Dramaturgie Ursula Voss

Großes Haus
Premiere 10. 04. 2008

Termine
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