Ein Cherubim, mein hoher Herr, war bei dir, mit Flügeln, weiß wie Schnee, auf beiden Schultern, und Licht – o Herr! Das funkelte! Das glänzte! –
Käthchen
Für das Käthchen, Tochter des Waffenschmieds Theodor Friedeborn aus Heilbronn, gibt es nur einen Mann: Graf Wetter vom Strahl. Der hat seine Waffen bei ihrem Vater richten lassen. Als er wegreitet, stürzt Käthchen, vom Grafen wie magisch angezogen, vom Balkon. Nach ihrer Genesung folgt sie ihm auf Schritt und Tritt. Der Graf empfindet Zuneigung für das seltsame Mädchen, verlobt sich jedoch mit seiner einstigen Feindin Kunigunde, an die er sich durch eine Vision gebunden fühlt. Als Kunigundes Schloss in Flammen steht, schickt diese das Käthchen, um ihr Futteral zu retten. Mutig stellt sich Käthchen der Feuerprobe.
Nicht nur mit der Radikalität und Sprachkunst, mit der Heinrich von Kleist die Abgründe der menschlichen Seele und die Konflikte seiner Figuren auslotet, nahm er in seiner Zeit eine besondere Stellung ein, er war auch existentiell ein Außenseiter. Kleist führte ein rastloses, wechselhaftes Leben, das er 1811, im Alter von 34 Jahren beendete, indem er freiwillig aus dem Leben schied. Mit dem Käthchen von Heilbronn, schrieb Kleist eine der schönsten und rätselhaftesten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
Mit
Antje Hochholdinger,
Christine Jirku,
Karin Yoko Jochum,
Charlott von Blumencron /
Klaus Haberl,
Thomas Mraz,
Peter Pikl,
Thomas Richter,
Mirko Roggenbock,
Philipp Scholze,
Helmut Wiesinger
Regie
Johannes Gleim
Bühne und Kostüme
Daniela Juckel
Dramaturgie
Karoline Exner
Kampfszenen
Dennis Cubic
Großes Haus
Premiere 13. 10. 2007
| Datum | Uhrzeit | Onlineticket und Info |
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