Das Käthchen von Heilbronn

Heinrich von Kleist

Ein Cherubim, mein hoher Herr, war bei dir, mit Flügeln, weiß wie Schnee, auf beiden Schultern, und Licht – o Herr! Das funkelte! Das glänzte! –
Käthchen

Für das Käthchen, Tochter des Waffenschmieds Theodor Friedeborn aus Heilbronn, gibt es nur einen Mann: Graf Wetter vom Strahl. Der hat seine Waffen bei ihrem Vater richten lassen. Als er wegreitet, stürzt Käthchen, vom Grafen wie magisch angezogen, vom Balkon. Nach ihrer Genesung folgt sie ihm auf Schritt und Tritt. Der Graf empfindet Zuneigung für das seltsame Mädchen, verlobt sich jedoch mit seiner einstigen Feindin Kunigunde, an die er sich durch eine Vision gebunden fühlt. Als Kunigundes Schloss in Flammen steht, schickt diese das Käthchen, um ihr Futteral zu retten. Mutig stellt sich Käthchen der Feuerprobe.

Nicht nur mit der Radikalität und Sprachkunst, mit der Heinrich von Kleist die Abgründe der menschlichen Seele und die Konflikte seiner Figuren auslotet, nahm er in seiner Zeit eine besondere Stellung ein, er war auch existentiell ein Außenseiter. Kleist führte ein rastloses, wechselhaftes Leben, das er 1811, im Alter von 34 Jahren beendete, indem er freiwillig aus dem Leben schied. Mit dem Käthchen von Heilbronn, schrieb Kleist eine der schönsten und rätselhaftesten Liebesgeschichten der Weltliteratur.

Dauer
2 Stunden 15 Minuten inklusive Pause
Pause nach 70 Minuten

Gastspiel im Stadttheater Baden am 22. und 23. Okt. 2008, 19.30 Uhr

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, Copyright: Gerald Lechner

Großes Haus
Premiere 13. 10. 2007

Termine
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